Yap (Micronesia)

( October 2014 )

We did it again 2009 haben wir praktisch die gleiche Reise bereits einmal gemacht: Eine Woche Yap, eine Woche Palau/Koror und eine Woche Palau/Peleliu. And guess what: wir werden diese Reise auf jeden Fall noch ein weiteres Mal so planen. Denn Mikronesien ist einfach unglaublich und sensationell!!!

Leider ist die Reise bis in dieses Paradies in den letzten 5 Jahren nicht kürzer geworden… Es ist elendiglich lange und wie man es auch angeht – am Schluss ist jede Variante etwa gleich mühsam. Wir haben Leute getroffen, die über Tokio angereist sind, solche, welche die Variante Taipeh gewählt und solche, die den Weg über Seoul gefunden haben. Wir haben die Variante Dubai/Manila/Guam/Yap-Palau gewählt wie beim letzten Mal. Allerdings haben wir dieses Mal eine Nacht in Manila verbracht, damit wir nicht so ausgelaugt in Yap ankommen. Obschon es eine kurze Nacht war, hat ein bisschen Schlaf gut getan.

Wir haben wieder im Manta Ray Bay Resort eingecheckt. Ich beschränke mich auf die Veränderungen – alles andere kann man im Reisebericht von 2009 nachlesen. Das Wetter war dieses Mal toll! So toll, wie es in einem tropischen Gebiet sein kann (es ist nicht so üppig und grün, weil die Sonne den ganzen Tag scheint!). Tropisch heisst, es regnet viel und heftig, aber im Unterschied zum letzten Mal waren die Regengüsse kurz und bald war die Sonne jeweils wieder da. Dies ermöglichte es uns, wann immer die Tiden es zugelassen haben, die Tauchplätze „Vertigo“ und „Stammtisch“ anzufahren, um das zu sehen, wofür wir die Reise auf uns genommen haben: Haie und Mantas. Wer eine Kombi-Reise mit Palau bucht, der kann sich hier auf diese Tauchgänge beschränken. Sie sind schlichtweg einzigartig! Das soll jetzt nicht heissen, dass die anderen Tauchplätze nicht auch schön sind. Aber Palau bietet in dieser Hinsicht mehr. Daher soll man sich unseres Erachtens hier wirklich auf diese wunderschönen Hai- und Manta-Tauchgänge einlassen. Wir hatten sie jedes Mal, wenn wir einer dieser Tauchplätze angefahren haben, also praktisch täglich  Für ein nächstes Mal werden wir die Hauptsaison wählen (Februar). Die beiden letzten Reisen können wir nur noch durch die Anzahl der Mantas toppen – und das wäre dann eben Februar (im Wissen darum, dass wir dann nicht mehr nur zu viert auf dem Boot sind…).

Im letzten Reisebericht haben wir die Infrastruktur für Fotografen positiv gewürdigt. Hier müssen wir nun eine Einschränkung machen. Vor 5 Jahren hatten wir alle „nur“ eine „Point and Shoot“ Kamera. Da hat alles gepasst. Mit unserer momentanen Ausrüstung (vgl. Ritter „Ausrüstung“) hatten wir bereits am zweiten Tag ein vollständiges Breakdown aller Ladegeräte. Grund: es ist einfach zu feucht (praktisch 90%) und die Geräte funktionieren dann nicht mehr. Also haben wir das ganze Media-Center ins Hotelzimmer geschleppt und die Air-Con soweit aufgedreht, dass der Feuchtigkeit einigermassen Einhalt geboten werden konnte. Danach hat alles wieder bestens funktioniert.

Leider ist Jan, der jahrelange Basisleiter, nicht mehr da. Er ist vor einigen Monaten nach Europa zurückgekehrt. Die Basis funktioniert aber bestens – sicherlich auch das Ergebnis jahrelanger guter Führung durch Jan. Ansonsten ist die Crew noch praktisch dieselbe, wie vor 5 Jahren.

Palau (Micronesia)

( October 2014 )

Eigentlich war Palau zuerst nicht geplant. Wir hatten vor, von Yap direkt nach Peleliu zu reisen und dort 2 Wochen zu bleiben. So wurde die Reise im März dieses Jahres auch bestätigt. Als Michael Christ von Tauchertraum GmbH die Eckdaten einen Monat vor Antritt der Reise noch einmal abcheckte, musste er feststellen, dass auf Peleliu etwas ziemlich durcheinander gebracht worden ist und dass für uns – obschon 6 Monate zuvor schriftlich bestätigt – keine Reservation vorlag. Tauchertraum hat aber alles gegeben und für uns noch 8 Nächte auf Peleliu und 5 Nächte in Koror organisiert. Und im Nachhinein müssen wir sagen, dass das quasi Schicksal war, denn man sollte Koror bei einer solchen Reise nicht auslassen. Allerdings geht es hier weniger um die Stadt Koror – die nun wirklich nichts besonderes ist – sondern um die Tauchplätze, die von Koror aus angefahren werden, nicht aber von Peleliu. „Leider“ konnten wir nur noch freie Zimmer im besten Hotel in Koror, dem Palau Pacific Resort, finden… und da auch nur noch die Ocean View Rooms… Und das war nun wirklich sehr schön Die Anlage ist wunderbar gepflegt und verfügt über einen kitschig weissen Sandstrand (allerdings kein natürlicher)! Auch kulinarisch ist das PPR topp! Das Ganze hat auch seinen Preis… aber man gönnt sich ja sonst nix… (https://www.palauppr.com/en) .

Die Rock Islands gehören mitunter zum Schönsten, was wir je gesehen haben. Die Farbe des Wassers zwischen diesen Felsen ist unbeschreiblich, ja mystisch und auch auf keinem Foto oder Film so einzufangen. Und das ist einer der grössten Vorteile des Tauchens von Koror aus. Ich habe es bereits beim letzten Bericht geschrieben und möchte mich hier absichtlich wiederholen: Eine Fahrt durch die Rock Islands (auf dem Weg zum Tauchplatz) ist unbezahlbar!

Und dann die nördlichen Tauchplätze um die Insel Ulong… einfach Hammer. Einer der Top Ten Tauchspots ist für mich der Ulong Channel. Am Eingang des Channels patrouillieren die Haie – und die kommen so nahe wie sonst nirgends. Der weisse Sand macht das Ganze zu einem wunderschönen Bild und Erlebnis. Dann fliegt man mehr oder weniger schnell (je nach Strömung) durch den Kanal, welcher beidseitig mit wunderschönen Korallen bedeckt ist. Und es hat Fische, Schildkröten, Mördermuscheln, Haie ohne Ende! Diese Tauchplätze (Ulong) werden von Peleliu nicht angefahren.

Die Klientel in Mikronesien ist hauptsächlich asiatisch. Für die Asiaten ist Palau wie für uns Europäer Mallorca oder die Kanaren… in wenigen Stunden sind sie in diesem Paradies. Sämtliche Hotels sind daher darauf ausgerichtet. Ebenfalls vertreten sind Amerikaner. Viele sicherlich aufgrund der geschichtlichen Vergangenheit Palaus. Im 2. Weltkrieg waren die Inseln um Palau hart umkämpft. Diese Kombination trifft man auch beim Tauchen an – Europäer sind da eher in der Minderheit. Viele Asiaten sind eher ungeübte Taucher. Das kann schon mal den Verlauf des Tauchgangs beeinflussen.

Getaucht haben wir einmal mehr mit Neco Marine und sind damit sehr zufrieden. Es läuft professionell ab und die Boote sind wirklich sehr geräumig und gut gepflegt. Mit Fabio hatten wir einen exzellenten Tauchguide, der immer sehr ruhig geblieben ist.

Peleliu (Micronesia)

( November 2014 )

Wir haben uns im Vorfeld unheimlich auf Peleliu gefreut. Das Dolphin Bay Resort war und ist immer noch ein kleines Paradies. Es hat sich praktisch nichts verändert in den letzten 5 Jahren. Es gibt immer noch „nur“ 7 Bungalows und daher auch bei voller Besetzung eine überschaubare Menge an Tauchern. Dieses Mal war das Resort voll besetzt. Die Peleliu Divers (zur Anlage gehörende Tauchbasis) haben aber in Sachen Boote aufgerüstet und modernisiert. So konnte die Gruppe auf zwei Boote aufgeteilt werden, was ein entspanntes Tauchen möglich machte. Peleliu bietet den Vorteil, dass sowohl die Tauchspots im Süden der Insel wie auch diejenigen in den Rock Islands angefahren werden (mit Ausnahme derjenigen, die sehr weit im Norden liegen wie bspw. Ulong). Und grad im Süden von Peleliu gibt es einige sensationelle Spots, mit teilweise unheimlich starker Strömung. Unser Favorit ist dabei der Peleliu Corner. Ähnlich wie beim Blue Corner taucht man den Peleliu Corner von der einen oder anderen Seite an (je nach Strömung), hängt sich mit dem Riffhaken fest und geniesst die Haie, die in der starken Strömung vor dem Riff patrouillieren.

Das Glück war uns hold während der 8 Tage, die wir mit den Peleliu Divers tauchten. Bereits beim ersten Tauchgang schwebte ein majestätischer Blue Marlin vorbei. Der Blue Corner hat sich zwar mit nur moderater Strömung präsentiert, aber die Fischsuppe war nicht minder spektakulär wie bei starker Strömung. Grosse Fischschwärme, viele Haie, zutrauliche Napoleons (mag daran liegen, dass sie zwischendurch mit Eiern gefüttert werden – das führt dazu, dass wenn immer die Hand zum Jacket greift, ein Napoleon in freudiger Hoffnung auf einen kleinen Snack zu dir schwimmt), Büffelkopf-Papageienfische, Schildkröten und einmal sogar eine riesige Schule Delphine! Ihr hättet das Geschrei und Gejohle unter Wasser hören sollen, das wir und unsere Tauchbuddies in diesem Moment fabriziert haben.

Auch der German Channel hat gehalten, was er verspricht: Mantas, mehrmals einen Leopardenhai, viele Grau- und Schwarzspitzen-Haie, Schildkröten, viel Fisch und eine für uns sehr ansprechende Unterwasserlandschaft, mit schönen Korallenblöcken.

Bei den Peleliu Divers schätzen wir die Briefings und auch die Hinweise auf ein umweltfreundliches Tauchen. Bei Godwin geht es glücklicherweise noch um Qualität und nicht um Quantität. Die Peleliu Divers verfügen über hervorragende Guides, die diese Philosophie auch leben und bei jedem Tauchgang eine Begeisterung an den Tag legen, als wäre es ihr erster. Wir hoffen, dass dies noch lange so bleiben wird. Das Resort und die Tauchbasis haben in den letzten Jahren einige Mitbewerber erhalten auf der Insel. Aber es ist (und bleibt hoffentlich) immer noch überschaubar und man trifft sich nicht unter Wasser.

Fazit

Mikronesien ist ein MUSS! Ja, es ist teuer und ja, die Reise ist unheimlich lange und bemühend – aber es lohnt sich auf jeden Fall. Wir haben bereits einige schöne Destinationen gesehen. Aber hier kriegt man das Rundum-Paket. Viel Grossfisch, schöne Korallengärten und auch sehr viel Kleingetier. Die Sichten sind in der Regel supergut, das Wasser warm und tiefblau. Da es teilweise sehr starke Strömung hat, ist ein gewisses Tauchlevel von Vorteil. Man kann das, was einem die Natur zu bieten hat, einfach besser geniessen, wenn man sich nicht noch mit sich selber zu beschäftigen braucht.

Bei einer solch komplexen Reise lohnt es sich unseres Erachtens auch, wenn man die über einen Reise-Agenten bucht. Wir outen uns hier einmal mehr als grosse Fans von Tauchertraum GmbH. Seit nunmehr 5 Jahren bucht uns Michael Christ rund um die Welt und es klappt immer wunderbar. Auch bei widrigen Umständen (wie bei der Überbuchung auf Peleliu oder wenn Flüge durch die Airlines gestrichen werden) sucht und findet er sofort tragbare Alternativen. Reise-Agenten vor Ort – durch Tauchertraum organisiert – erleichtern einem Transfers (oder bringen einen mit einer Vorzugsbehandlung durch die Eincheck- und Zollformalitäten, wenn man mit Verspätung eintrifft…). Auch wenn es heute viel einfacher ist, alles selber zu organisieren – man darf nicht vergessen, dass am Ende der Welt Regeln herrschen, die wir teilweise nicht kennen. Möglicherweise zahlt man etwas mehr, aber man schont definitiv die Nerven, muss sich um nichts kümmern und kommt einfach nur erholt und mit wunderschönen Erinnerungen wieder nach Hause zurück – bereit für noch mehr Abenteuer.