Yap (Mikonesien)
( September – Oktober 2009 )
Ok – die Reise ist beschwerlich und auch nicht billig – aber es lohnt sich in jeder Hinsicht und ist ein einzigartiges Erlebnis!
Wir (4 SchweizerInnen) haben über Tauchertraum.com in Deutschland gebucht. Kompliment! Echt gute Beratung und völlig unkompliziert abgewickelt. Eine Woche Yap, eine Woche Palau und eine Woche Peleliu – insgesamt 21 Tage Mikronesien (24 Tage inklusive Reisen). Michael von Tauchertraum scheint Mikronesien sehr gut zu kennen und weiss, was zu empfehlen ist und was eher nicht so toll ist. Es hat alles von A-Z supertoll geklappt. Und dass bei den zwei Paaren, die da zusammen unterwegs waren, beide Männer mit Vornamen Jürg heissen und sie daher durch’s Band weg immer als Paar in die Hotelzimmer gebucht wurden – das war definitiv nicht der Fehler des Reiseveranstalters! Wir haben ja so gelacht!
Die Anreise ist über Zürich – Dubai – Manila – Guam nach Yap erfolgt. Inklusive Wartezeiten müssen 2 Tage für einen Weg eingerechnet werden. Es war allerdings weniger schlimm, als wir es erwartet hatten.
Uns wurde das Manta Ray Bay Resort empfohlen. Gewieften Lesern einschlägiger Tauchmagazine wird der Name Bill Acker ein Begriff sein. Er ist der Besitzer des Hotels und der Gründer der Tauchbasis der Yap Divers. Gute Wahl! Das Hotel ist klein und ausschliesslich auf ein tauchendes Klientel ausgerichtet. Das zum Hotel gehörende Restaurant und die Bar sind auf der Mnuw – einem indonesischen Schoner – untergebracht.
Die Zimmer sind gross, sauber und liebevoll eingerichtet. Jedes Zimmer hat einen Namen (logischerweise nach irgendeinem Lebewesen aus dem Wasser benannt) und dieses Motto findet sich im Zimmer wieder! Die einheimischen Angestellten sind sehr zuvorkommend und in der Regel vom frühen Morgen bis zum späten Abend super gut drauf – mag eventuell auch an dem permanenten Betelnusskonsum liegen… Aber was soll’s – uns hat es sehr gut gefallen, trotz des schlechten Wetters – aber davon später mehr. Das Essen war ebenfalls toll – abwechslungsreich und ein Mix zwischen „local“, asiatischem, amerikanischem und europäischem Food. Und immer mit einem Lächeln und einigen persönlichen Worten serviert!
Die Tauchbasis ist sehr zweckmässig eingerichtet und bietet vor allem für die Fotografen super Bedingungen mit vollständig ausgerüsteten Arbeitstischen und Aufladestationen etc. Jan, der Basisleiter, und seine Crew sind allesamt sehr erfahrene Taucher und es lohnt sich, auf ihre Meinung zu hören. Sie versuchen wirklich, einem jeden Wunsch zu erfüllen, wenn die Bedingungen es irgendwie zulassen. Beim Tauchgang selber allerdings ist es von Vorteil, wenn man das Tauchen einigermassen beherrscht. Checkdives gibt es nicht, Buddyteams werden nicht definiert und einer der Tauchgäste auf unserem Boot (wahrscheinlich Anfänger und ohne Buddy unterwegs) wäre wie ein Stein auf den Grund gesaust, wenn ihm nicht einer aus unserer Gruppe nachgejagt wäre und sein Jacket angeblasen hätte… Der Guide hatte von alledem nichts mitgekriegt.
Die Boote – schnell und zweckmässig. Wir waren nie mehr als 7 Personen auf einem Boot. In der Regel geht man so zwischen 8.00 und 9.00 Uhr raus (kommt auch etwas auf den Tidenplan an) und macht 2 Tauchgänge. Das heisst je nach Tauchspot 20 – 40 Minuten Anfahrt, 1 Stunde Tauchen, 1 Stunde Oberflächenpause auf dem Boot (mit heissem Tee und leckerstem Bananenbrot!) und dann noch mal eine Stunde Tauchen. Zwischen 14.00 und 15.00 Uhr ist man in der Regel wieder zurück im Hotel, wo es einen kleinen Pool und eine gemütliche Anlage hätte, wenn denn das Wetter schön wäre…
Zum Tauchen – einfach sensationell! Aber zuerst muss ich noch etwas ausholen: Herbst ist vielleicht nicht die beste Jahreszeit, um Mikronesien zu besuchen (Dezember bis Februar sind besser, weil da das Manta Mating stattfindet), aber mit Sicherheit eine der ruhigeren! Ich denke, im Hotel waren nie mehr als ca. 15 tauchende Gäste. Optimal! Allerdings hatten die vielen Taifune, die da über die Philippinen hinweg gefegt sind, auch Auswirkungen auf das Wetter in Yap. In den ersten 6 Tagen hatten wir gerade mal 3.5 Stunden Sonne. Das stürmische Wetter hatte klar Auswirkungen auf die Wahl der Tauchplätze. Die wirklich guten Spots auf der Westseite oder im Süden der Insel konnten aufgrund der aufgebrachten See nicht bzw. erst am allerletzten Tag angefahren werden. Zudem war die Lagune nach dem Sturm dermassen aufgewirbelt, dass aus dem Dämmerungstauchgang zu den Mandarinenfischen nix wurde – die sparen wir uns für das nächste Mal. Aber, wir hatten die Mantas gleich am ersten Tag – superschön und so, wie man es sich vorstellt! Und wir hatten die Haie, bei jedem Tauchgang und am letzten Tag beim Tauchplatz Vertigo sogar in Massen. Tja und was war zwischendrin, werdet ihr euch jetzt fragen. Zugegeben, das hätte besser sein können. Aber… wir wurden in einem Ausmass für das schlechte Wetter entschädigt, das jedes Taucherherz vor lauter Aufregung an den Rand eines Herzinfarkts bringen müsste! ORCAS! 4 Stück! Was die in den Gewässern rund um Yap machen, war uns allen ein Rätsel, aber egal – Hauptsache, sie waren da. Auf der Rückfahrt von einem Tauchgang haben wir sie gesichtet. Daniel Brinckmann (Fotograf und Journalist – seine Artikel sind in den einschlägigen Tauchermagazinen zu finden) war ebenfalls auf dem Boot und hatte ohne zu zögern Flossen, Maske, Schnorchel und Kamera geschnappt und sich in das durch peitschenden Regen aufgebrachte Wasser gestürzt. Immer wieder zogen die Orcas an uns vorbei. Das Boot holte sie dann wieder ein und immer wieder wagte Daniel den Sprung ins Wasser. Nachdem wir uns dreimal überzeugen konnten, dass die Orcas Daniel nicht fressen ;-), haben wir ebenfalls unser Zeugs gepackt und uns in das dunkle und raue Wasser gestürzt. Was für ein Erlebnis! Mal sind sie etwas weiter von uns vorbei gezogen und mal sind sie uns praktisch zwischen den Beinen durch geschwommen. Wahnsinn! Wenn ihr Bilder sehen wollt, dann besucht doch https://www.mantaray.com/daniel-brinckmann/. Daniel Brinckmann hat seine tollen Schnappschüsse dort im Blog gepostet. Und da kriegt ihr grad noch alle Informationen über Bill Acker’s Hotel.
Am letzten Tag unternahmen wir noch eine Landtour und das ist auch sehr zu empfehlen. Yap hat kulturell eine Menge zu bieten. Teilweise kommt es einem vor, als wäre die Zeit vor einigen 100 Jahren stehen geblieben. Was uns beeindruckt hat und was wir sehr unterstützen ist, dass zwar einige auserlesene Orte dem Tourismus geöffnet wurden, die Mehrheit der Dörfer für Touristen aber nicht zugänglich ist.
Abschliessend kann man sagen: In einem Taucherleben sollte man Yap einmal gesehen haben! Und wenn es soweit ist – dann geht zu Bill und zu Jan ins Manta Ray Bay Hotel und zu den Yap Divers. Es lohnt sich! Eine Woche sollte man aber mindestens einplanen, denn das Wetter kann einem sonst einen Strich durch die Rechnung machen. Und probiert auf jeden Fall die Stone Money Cookies an der Reception.
Palau (Mikonesien)
( Oktober 2009 )
Um es gleich vorweg zu nehmen: wer weisse Sandstrände geniessen will, der sollte eine Reise auf die Malediven, Seychellen oder in die Karibik buchen. In wessen Adern aber fast ausschliesslich Taucherblut zirkuliert und wer das ungefähr geilste Tauchgefühl erleben will – der ist auf Palau richtig!
Die erste unserer zwei Wochen verbrachten wir in Koror im Hotel West Plaza by the Sea. Das ist ein einfaches 3-Sterne Hotel etwas abseits des grossen Trubels aber immer noch so nahe dran, dass man das Zentrum von Koror zu Fuss erreichen kann (Abendessen!). Zugegeben – der ersten Eindruck bei der Ankunft war etwas zwiespältig. Wir hatten es uns anders vorgestellt und waren von Yap her natürlich auch verwöhnt. Kein Balkon, sehr steril, das Personal eher distanziert und die Umgebung eben überhaupt nicht ferienmässig. Bei Tag und bei unserer ersten Fahrt durch Koror haben wir aber festgestellt, dass wir mit unserem Hotel eigentlich noch ganz gut liegen. Koror ist nun mal eine Stadt und Hotels, die bezahlbar sind, befinden sich in der Stadt. Es gibt das eine oder andere Ressort, das so etwas wie ein Strand aufweist (Bsp. Palau Pacific Resort). Allerdings sind die in einer Preiskategorie, die wir (wenigstens für diese Woche) nicht vorgesehen hatten.
Wir haben auf Empfehlung von Michael Christ (Tauchertraum) mit Neco Marine https://www.necomarine.com getaucht – ein sehr guter Entscheid! Die Tauchbasis liegt gut und verfügt über eine grosse Flotte von modernen, schnellen und auch lauten Booten (aber laut sind alle Boote auf Palau). Über die Infrastruktur sonst können wir wenig berichten, da die Crew von Neco am Nachmittag das ganze Gerödel mit grossen Karren vom Boot schafft, auswäscht, zum Trocknen aufhängt und am anderen Morgen alles wieder auf das entsprechende Boot bringt. Alles, was man noch selber machen muss, ist die Vollständigkeitskontrolle (es war immer alles da) und das Zeugs an die Flasche hängen (die aber auch schon vor dem Sitz bereit steht). Neco Marine startet früh am Morgen, um möglichst vor den anderen an den guten Tauchspots zu sein (wir waren immer vor Fish’n Fins dort…). In der Nebensaison mag das nicht so elementar sein. Wir haben aber gehört, dass in der Hauptsaison (Dezember – Februar) ziemlich was los sein soll dort (muss so ähnlich sein wie Jackson Reef bei Tiran im Roten Meer). Das heisst – jeden Tag um halb acht wurden wir im Hotel abgeholt und um 8 Uhr rasten wir bereits mit dem Boot los. Und jetzt kommt einer der beiden grossen Vorteile, die Koror hat: Jeden Tag rast du mit deinem Boot, das ungefähr 16 Personen fassen kann, kreuz und quer durch die Rock Islands! Die Anfahrten sind relativ lange (40 Minuten bis zu einer Stunde). Aber es ist einfach nur schön und ich habe mich wirklich jeden Tag darauf gefreut. Andere Touristen zahlen viel Geld für solche Ausflüge – und du kriegst das Sightseeing-Paket noch so zum Tauchpaket dazu (ok – wir zahlen ja auch viel Geld, aber ihr wisst, was ich meine).
Das Tauchen… sensationell! Es ist mit nichts vergleichbar, was wir bis heute erlebt haben – und wir (4 Schweizer, die zusammen gereist sind) bringen doch zusammen immerhin auch knapp 1600 Tauchgänge an Erfahrung mit. Wir hatten nur einen Tauchgang ohne Hai. Sonst Fischsuppe pur und immer mit Haien (graue, Weissspitzen- und Schwarzspitzen-Riffhaie. Wie in Yap hatten die Taifune, die da über die Philippinen gezogen sind, auch hier Auswirkungen auf die Wahl der Tauchplätze. Nicht immer konnte am Aussenriff getaucht werden. Das Wetter war teilweise einfach zu schlecht. Allerdings verfügt Palau auch über genügend gute Spots, die einigermassen geschützt sind und dem Taucher ebenso viel Schönes bieten. Und da sind wir beim zweiten grossen Vorteil von Koror. Die Tauchspots sind wirklich und ausnahmslos sehr schön! Highlight – und deshalb von uns wann immer möglich wieder gewählt – war der sagenhafte Blue Corner. Er ist genau so, wie immer wieder beschrieben. Und das Gefühl, bei dieser immensen Strömung einfach am Riffhaken zu hängen und die Fische an dir vorbei ziehen zu lassen – unbeschreiblich. Unser Guide, Nicole (die das übrigens super gemacht hat), hat folgendes über den Blue Corner gesagt:
«Men go to the shopping mall – fish go to the blue corner»
Und genau so ist es! Man hängt an diesem Haken und weiss gar nicht, wo man überall hinschauen soll. Das ist wie 360 Grad Fernsehen. Hinten, vorne, seitlich, unten und oben – überall geht die Post ab. Riesige Fischschwärme, Haifische, Schildkröten und, und, und… ich würde bereits morgen wieder dorthin fahren. Auch hier werden keine Checkdives gemacht und die Buddy-Teams müssen sich selber finden. Die ganze Gruppe taucht mit dem Guide. Die Briefings von Nicole waren gut und nützlich. Grad der Umgang mit dem Strömungshaken ist für viele (auch für uns) neu. Die Anweisungen waren aber klar und man geht mit einem guten und sicheren Gefühl ins Wasser. Die starke Strömung bei den guten Tauchspots spricht gegen Tauchanfänger. So 50 TG sollte man unseres Erachtens mindestens auf dem Buckel haben, damit man das Tauchen wirklich geniessen kann.
In der Regel werden 2 Tauchgänge gemacht mit einer Oberflächenpause von einer Stunde. Teilweise verbringt man diese auf dem Boot oder aber auf einer der wenigen Inseln der Rock Islands, die über einen Strand verfügen und für Touristen zugänglich sind. Das wird sehr restriktiv gehandhabt (was wir voll unterstützen). Das hat aber zur Folge, dass man selten alleine ist auf einer solchen Insel. Hauptpublikum auf Palau sind japanische und taiwanesische Touristen. Da kann es doch auch mal sehr laut sein. An diversen Tagen haben wir aber auch 3 Tauchgänge gemacht (heisst einfach, zweimal Oberflächenpause von einer Stunde auf dem Boot). Ist aber kein Problem, da die Boote geräumig sind und für alle einen Sitzplatz bieten. Lunchpakete werden auf Bestellung von Neco geliefert. Man kann auslesen zwischen verschiedenen Sandwiches oder kaltem Reis mit Fleisch oder Fisch. Zwei kleine Flaschen Wasser sind für jedermann an Bord. Der Rest wir zusätzlich verrechnet. In der Regel ist man so zwischen 14.00 und 16.00 Uhr wieder bei der Basis. Gleich neben der Basis steht die Drop Off Bar, wo es sich gemütlich abhängen lässt. Und wann immer man bereit ist, fährt einem Neco Marine wieder zurück ins Hotel.
Ein weiteres Highlight war sicherlich auch der Jellyfish Lake! Unbedingt buchen! Auch hier waren wird die ersten am Morgen und hatten den See (mit Ausnahme einer Sequenz von ca. 10 Minuten) für uns alleine. Möglicherweise gibt es um die Mittagszeit, wenn die Sonne höher steht, noch mehr Quallen zu sehen. Das Gefühl, alleine in diesem See zu planschen mit den Millionen von Quallen ist aber einzigartig. Und ich kann euch versichern, ich hätte den Unterschied von einigen tausend Quallen mehr, nicht gemerkt.
Wichtig ist noch die Information, dass sowohl Hotel wie auch Tauchbasis (inkl. Shop) Kreditkarten akzeptieren. Ansonsten – v.a. auch in diversen Restaurants – muss mit Bargeld bezahlt werden. Bargeldbzug mit EC-Karte ist auf Palau nicht möglich.
Peleliu (Mikonesien)
( Oktober 2009 )
Unsere dritte und letzte Woche verbrachten wir auf Peleliu. Die Insel ist bekannt wegen ihrer 2.Weltkrieg-Geschichte. Überall auf der Insel können Interessierte die Spuren noch besichtigen. Wir waren aber einfach zu Tauchen und zum „Seele-baumeln-lassen“ da. Und dafür ist nun das Dolphin Bay Resort http://www.dolphinbay-resort-peleliu.com absolut geeignet! Aber auch hier gleich die klare Message: es hat keinen Strand bzw. es hat eine Sandterrasse mit Liegestühlen gleich vor den Bungis, man kann aber nicht baden! Das Wasser ist bis zur Riffkante (weit, weit weg) zu wenig tief, zu felsig und überall hat es Seegras, das bei Ebbe übrigens auch nicht so angenehm riecht. Aber so ist Mutter Natur nun halt und wem das nicht passt – die Malediven bieten ein solches Drumherum für weniger Geld! Und bei Voll- bzw. Neumond greifen die Sandfliegen zu Tausenden an! An all den anderen Tagen sind es lediglich die Moskitos – also genug Anti Brumm o.ä. mitnehmen. Es gibt kein Nachtleben auf Peleliu! Man geht früh zu Bett, damit man für all die schönen TG am nächsten Tag fit ist. Wer mit alledem gut leben kann, findet dort ein einzigartiges Paradies! Das Ressort hat nur 7 Bungalows – sprich höchstens 14 Personen. Wir vier Schweizer und ein deutsches Paar waren aber die einzigen Gäste!
Die Bungis sind klein aber fein! Godwin und Mayumi pflegen ihre Anlage mit Liebe und das merkt man. Es stimmt alles, das Personal ist unheimlich nett und das Ganze hat eine familiäre Note. Am Morgen wird ein reichhaltiges Frühstück serviert und für den Mittag gibt’s ein äusserst liebevoll eingepacktes Lunchpaket mit einem Sandwich, einer Frucht und einem selbst gebackenen Cookie. Oder man bestellt sich auch hier das kalte Reisgericht – was auch ganz gut schmeckt. Am Abend wird ein Menü gekocht – asiatische Richtung – und das wird einem dann zur gewünschten Zeit serviert. Und das ist immer sehr, sehr lecker!
Zum Tauchen – auch hier einfach nur toll. Die Peleliu Divers (gehören zum Dolphin Bay Resort) fahren teilweise dieselben Tauchspots an, wie die Tauchbasen von Koror (also auch Blue Corner). Aber Peleliu hat noch eigene Spots, die ausschliesslich durch die örtlichen Tauchbasen angefahren werden. Die Boote sind einfach (aber auch schnell und laut). Da das deutsche Paar wegen eines Ohrenleidens nicht tauchen konnte, waren wir vier die einzigen Tauchgäste… Für die ganze Zeit hatten wir ein und denselben Guide – Jesse. Er machte seine Sache gut – auch wenn die Briefings hier nicht so üppig ausgefallen sind. Aber nach 2 Wochen Mikronesien kann man sich die Tauchplätze in etwa vorstellen. Den Riffhaken hat man mittlerweile völlig im Griff – denn auch hier wird er bei einigen TG eingesetzt. Peleliu Cut ist fast so gut wie der Blue Corner und auch die anderen Spots sind heiss.
Die Oberflächenpausen werden hier nur selten auf dem Boot verbracht. Taucht man die Spots von Peleliu, dann macht man im Südhafen (künstlicher Hafen aus dem 2. Weltkrieg) Mittagspause. Wen man die Spots in den Rock Islands anfährt, rastet man eine Stunde lang auf einer kleinen Insel mit weissem Sandstrand, die schon fast kitschig schön ist. Das Tüpfelchen auf dem i war immer, wenn Jesse schnell im Palmenwald verschwand und mit frisch geknackten Kokosnüssen wieder zurück kam… Robinson lässt grüssen!
Wir wurden rundum verwöhnt. Die Ausrüstung wird vom und zum Boot geschleppt und auch grad angerödelt. Alles wird am Abend durch die Leute der Basis ausgewaschen und zum Trocknen aufgehängt. Als Aufgabe für den verwöhnten Gast bleibt nur noch die Kontrolle, ob alles da und gut angeschlossen ist – und das war es immer!
Was wir nicht empfehlen können, ist ein Ausflug mit den Miet-Fahrrädern… Erstens ist es relativ schwer, sich auf der Insel alleine zurecht zu finden, weil es absolut keine Strassenschilder gibt. Und die Bikes sind in einem doch eher schlechten Zustand. Bei uns hat es dazu geführt, dass wir (wie sich schlussendlich herausstellte) am völlig anderen Ende der Insel mit einem platten Reifen gestrandet sind – und das ca. eine Stunde vor Sonnenuntergang. Vorbeikommende Autos o.ä. sind Glücksache – wir hatten dieses Glück nicht… Aber zum Glück kennt auf dieser Insel jeden jeden und nach einigen Kilometern Fahrt haben wir ein Paar getroffen, das ein Handy dabei hatte und über Bekannte dem Resort melden konnte, wo wir uns befinden. Kurz vor Sonnenuntergang konnten sie uns dann dort aufladen. Ansonsten hätten wir die Nacht wahrscheinlich im Dschungel verbracht.
Auf Peleliu ist nur Bares Wahres – Kreditkarten werden hier nirgendwo akzeptiert. Traveller Checks in US $ gehören zum Bargeld und werden im Hotel akzeptiert. Empfang für ein europäisches Handy gibt’s in Mikronesien grundsätzlich nicht. Zwei von unseren Handys hatten aber während einigen Tagen ein Netz in Koror. Man sollte sich aber nicht darauf verlassen und einfach damit rechnen, dass man einige Wochen von der Umwelt abgeschnitten ist, was wir als sehr befreiend empfanden.
Fazit: jederzeit wieder und genau so, wie wir es dieses Mal gemacht haben! Absolut geniales Taucherlebnis! Und ein herzliches Dankeschön an Michael Christ von Tauchertraum, der uns in allen Punkten bestens beraten hat. Wir kommen wieder.
Die Oberflächenpausen werden hier nur selten auf dem Boot verbracht. Taucht man die Spots von Peleliu, dann macht man im Südhafen (künstlicher Hafen aus dem 2. Weltkrieg) Mittagspause. Wen man die Spots in den Rock Islands anfährt, rastet man eine Stunde lang auf einer kleinen Insel mit weissem Sandstrand, die schon fast kitschig schön ist. Das Tüpfelchen auf dem i war immer, wenn Jesse schnell im Palmenwald verschwand und mit frisch geknackten Kokosnüssen wieder zurück kam… Robinson lässt grüssen!
Wir wurden rundum verwöhnt. Die Ausrüstung wird vom und zum Boot geschleppt und auch grad angerödelt. Alles wird am Abend durch die Leute der Basis ausgewaschen und zum Trocknen aufgehängt. Als Aufgabe für den verwöhnten Gast bleibt nur noch die Kontrolle, ob alles da und gut angeschlossen ist – und das war es immer!
Was wir nicht empfehlen können, ist ein Ausflug mit den Miet-Fahrrädern… Erstens ist es relativ schwer, sich auf der Insel alleine zurecht zu finden, weil es absolut keine Strassenschilder gibt. Und die Bikes sind in einem doch eher schlechten Zustand. Bei uns hat es dazu geführt, dass wir (wie sich schlussendlich herausstellte) am völlig anderen Ende der Insel mit einem platten Reifen gestrandet sind – und das ca. eine Stunde vor Sonnenuntergang. Vorbeikommende Autos o.ä. sind Glücksache – wir hatten dieses Glück nicht… Aber zum Glück kennt auf dieser Insel jeden jeden und nach einigen Kilometern Fahrt haben wir ein Paar getroffen, das ein Handy dabei hatte und über Bekannte dem Resort melden konnte, wo wir uns befinden. Kurz vor Sonnenuntergang konnten sie uns dann dort aufladen. Ansonsten hätten wir die Nacht wahrscheinlich im Dschungel verbracht.
Auf Peleliu ist nur Bares Wahres – Kreditkarten werden hier nirgendwo akzeptiert. Traveller Checks in US $ gehören zum Bargeld und werden im Hotel akzeptiert. Empfang für ein europäisches Handy gibt’s in Mikronesien grundsätzlich nicht. Zwei von unseren Handys hatten aber während einigen Tagen ein Netz in Koror. Man sollte sich aber nicht darauf verlassen und einfach damit rechnen, dass man einige Wochen von der Umwelt abgeschnitten ist, was wir als sehr befreiend empfanden.
Fazit: jederzeit wieder und genau so, wie wir es dieses Mal gemacht haben! Absolut geniales Taucherlebnis! Und ein herzliches Dankeschön an Michael Christ von Tauchertraum, der uns in allen Punkten bestens beraten hat. Wir kommen wieder.

























