Lembeh Strait, Sulawesi (Indonesia)

( June 2015 )

Wir sind Wiederholungstäter…

Und das hat seinen Grund: Die Lembeh Strait ist für Makro-Fans einfach das Beste was es gibt! Und auf die Gefahr hin, mich jährlich zu wiederholen: man kann die skurrilen, schönen, farbigen und/oder gut getarnten Lebewesen auch an anderen Orten in Indonesien finden, aber nicht in dieser Konzentration, wie in der Lembeh Strait. Daher also wieder 10 Tage Lembeh.

Nomen est omen – wer weissen Sandstrand sucht, ist in der Lembeh Strait am falschen Ort. Wir gehen aufgrund der Hafennähe (Bitung) auch nicht davon aus, dass es in der Lembeh andere als tauchende Gäste hat. Schliesslich kann man für weniger Geld auf den Malediven o.ä. ein schöneres Ambiente haben, als in einer teilweise stark befahrenen, hafennahen Meeresstrasse.

Auch beim Resort sind wir Wiederholungstäter. Nach der letzten, sehr guten Erfahrung wählten wir erneut das Black Sand Dive Retreat.
https://www.blacksanddive.com

Zum Resort gibt es wenige Ergänzungen. Es ist für uns immer noch ein sehr gut gelegenes und sehr gut geführtes Resort, welches auf Taucher und Unterwasserfotografen ausgerichtet ist. Bruce, der Owner, taucht und fotografiert selber. Er weiss exakt, was für uns wichtig ist. Alles andere kann man dem Bericht von 2013 entnehmen.

Eine Neuigkeit gibt es allerdings: Das Black Sand Dive Retreat hat nun einen Pool! Das war jetzt nicht zuoberst auf unserer Wunschliste, aber erstaunlicherweise haben wir uns jeweils gefreut, zwischen zwei Tauchgängen so 10-15 Minuten am Pool zu sonnen und uns zwischendurch abzukühlen. Das hat sogar dazu geführt, dass wir zum ersten Mal etwas gebräunt aus unseren Tauchferien zurückgekehrt sind.

Damit der Bericht nicht allzu kurz ausfällt können wir hier erwähnen, dass wird 2015 erstmals eine Untermieterin hatten… Frau ist kein grosser Spinnen-Fan. Wer Frau kennt, weiss, dass sie ziemlich unkontrolliert reagieren kann, wenn eine Spinne im Blickfeld auftaucht. Bei unserer Ankunft im Resort war es mitten in der Nacht. Nach dem Bezug des Bungalows um 2.00 Uhr in der Früh, wollten wir daher nur noch kurz auf Toilette, Zähne putzen und dann ins Bett. Mein Mann öffnete die Tür ins Open Air Bad, schaute kurz und schloss sie dann mit den Worten: „Du willst da nicht raus…“. Ok – klare Ansage! Frau weiss sofort, was das heisst. Ich musste aber wissen, wie gross das Teil ist und nachdem mir mein Mann keine Antwort darauf geben wollte, musste ich selber einen Augenschein nehmen. Da sass sie… Mitten im Bad auf einem Stein… So 15 cm im Durchmesser hatte sie und ja, es waren auch Haare dran. Ich schaltete kurz in den inneren Panik-Modus, das heisst, ich habe nicht geschrien, mir aber überlegt, was ich denn nun jetzt mache? Auf Toilette war ich zum Glück noch am Flughafen und Zähne putzen wird überbewertet… Daher der mutige Entscheid: wir reisen nicht ab, sondern schlafen erst mal eine Nacht darüber (ok – vielleicht hat Frau die Air Con einen Ticken tiefer geschaltet… Spinnen mögen die Kälte ja nicht). Am nächsten Morgen war sie verschwunden… Spinnen Phobiker wissen nun, dass eine verschwundene Spinne noch schlimmer ist als eine sichtbare. Anyway – nach einem kurzen Umzugswunsch in einen anderen Bungalow und nach der Antwort des abreisenden Bungalow-Bewohners, dass seine Spinne noch viel grösser ist, war auch dieser Plan zerstört. Es blieben zwei Alternativen: Abreise oder Ausharren… Wir wählten natürlich die zweite. Die Spinne haben wir Gisela getauft… und nach zwei Tagen sogar Giselle, um sie noch etwas aufzuwerten Mal war sie da, mal war sie weg. Gemäss Bruce wohnt da immer nur eine und sie sind reviertreu. Mit Giselle wussten wir, was wir hatten. Und ich hätte es nie geglaubt, aber so ab der Hälfte des Urlaubs konnte ich sogar das Bad benutzen, wenn sie über mir an der Decke hing. Es geschehen noch Wunder.

Noch kurz zu den Tauchplätzen: Hammer! Beim letzten Bericht schrieben wird, dass die einstmals sehr guten Tauchplätze nicht mehr so intensiv, jedoch andere dafür sensationell waren. Das traf auch dieses Mal zu. Diesmal waren Bianca, Tanjung Tebal und Batu Sandar die Highlights.

Wir sind gespannt, welche Dive Sites das nächste Mal das Rennen machen. Wir haben nämlich schon wieder gebucht für Dezember 2016 und guess what, wir werden Giselle wieder einen Besuch abstatten.